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Codex

Eltern und Kinder

Verhaltensregeln im Umgang mit Hunden für

01

Wenn ein Hund
auf dich zurennt:
Bleib ganz ruhig stehen.
Schau ihm nicht in die Augen. Lass deine Arme hängen.
Warte, bis er weg ist.

Hintergrundinfos

Ein Hund registriert aufmerksam jede Bewegung. Ein Kind, das vor ihm davonrennt, kann seinen Jagd­instinkt auslösen. Wenn das Kind stehenbleibt, verliert der Hund rasch das Interesse und läuft weiter.

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02

Wenn dir ein Hund
etwas wegnehmen will,
das du in der Hand hältst:
Lass es zu Boden fallen.
Bleib ganz ruhig stehen.
Schau ihm nicht in die Augen. Lass deine Arme hängen.
Warte, bis er weg ist.

Hintergrundinfos

Ein Hund, der von einem Kind etwas haben will, besonders wenn es hochgehalten wird, kann an ihm hochspringen und versuchen, es zu entreissen. Wenn er es freiwillig bekommt, lässt er das Kind in Ruhe. 

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03

Wenn du einen Hund
streicheln möchtest:
Halte Abstand.
Frag die Leute. Falls ja:
Sprich den Hund freundlich an.
Warte, bis er kommt.
Dann darfst du ihn streicheln.

Hintergrundinfos

Ein Hund bekommt keine Angst, wenn sich ein Kind ruhig nähert. Deshalb sich nähern und ruhig, aus genügend Abstand heraus fragen, ob der Hund gestreichelt werden darf. Wenn die Antwort «Nein» ist: Weitergehen. Das Kind muss in jedem Fall die Anweisungen der Person, die den Hund führt, strikt befolgen.

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04

Wenn du einem
angebundenen Hund
begegnest:
Geh niemals auf ihn zu.
Fass ihn niemals an.
Schau ihm nicht in die Augen.
Halte Abstand.
Geh ruhig an ihm vorbei.

Hintergrundinfos

Ein Hund, der auf seine Leute wartet, befindet sich in einem Spannungszustand. Er will weder von fremden noch von ihm bekannten Personen angefasst werden. Weil er angebunden ist, kann er nicht ausweichen und reagiert manchmal mit Abwehrreflexen.

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05

Wenn du einen Hund hinter einem Zaun siehst:
Geh niemals auf ihn zu.
Fass ihn niemals an.
Schau ihm nicht in die Augen.
Halte Abstand.
Geh ruhig an ihm vorbei.

Hintergrundinfos

Hinter einem Zaun verteidigt der Hund sein Territorium. Er betrachtet Fremde und selbst ihm bekannte Personen als unerwünschte Eindringlinge und kann mit Abwehr­reflexen reagieren. 

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06

Wenn du an einem Hund
vorbeigehen willst:
Halte Abstand.
Schau ihm nicht in die Augen. Geh ruhig vorbei.
Auf der Seite der Leute.

Hintergrundinfos

Ein Hund kann verunsichert werden, wenn sich ein Kind von vorn oder hinten schnell nähert. Falls ein Kind auf dem Kickboard vorbeifahren will, können die Geräusche den Hund zusätzlich erschrecken. Deshalb unbedingt absteigen. Und wenn es eng ist, ruhig stehenbleiben! 

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07

Wenn ein Hund
beim Fressen ist:
Bleib weg von ihm.
Stör ihn nicht.

Hintergrundinfos

Viele Hunde empfinden ein Kind, das ihnen beim Fressen zu nahe kommt, als Konkurrenten: Sie verteidigen ihr Futter.

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08

Wenn ein Hund auf
seinem Liegeplatz ist:
Bleib weg von ihm.
Stör ihn nicht.

Hintergrundinfos

Der Liegeplatz ist für den Hund der Ort, wohin er sich gerne zurückzieht, um sich ungestört ausruhen zu können. Seinen Lieblingsplatz mag er nicht mit einem Kind teilen. 

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01

Ein Hund rennt auf dich zu:

Bleib ganz ruhig stehen.
Schau ihm nicht in die Augen.
Lass deine Arme hängen.
Warte, bis er weg ist.

Wieso?

Ein Hund registriert aufmerksam jede Bewegung und reagiert darauf. Wenn du vor ihm davonrennst und sogar noch schreist, wirst du für ihn interessant. Dann rennt er dir hinterher, beginnt vielleicht zu bellen und springt dich an. Wenn du aber ruhig stehen bleibst, verliert der Hund das Interesse an dir und lässt dich in Ruhe.

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02

Ein Hund möchte dir etwas wegnehmen,
das du in der Hand hältst:
Lass es zu Boden fallen.
Bleib ganz ruhig stehen.
Schau ihm nicht in die Augen.
Lass deine Arme hängen.
Warte, bis er weg ist.

Wieso?

Wenn der Hund bekommt, was er möchte, lässt er dich in Ruhe. Wenn du dem Hund aber das nicht gibst, was er gerne hätte, und es sogar noch in die Höhe hältst, wird er an dir hochspringen und versuchen, es dir zu entreissen. Dabei kann er dich umwerfen oder dich sogar verletzen.

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03

Du möchtest einen Hund streicheln:

Halte Abstand. Frag die Leute, die mit ihm spazieren, ob du ihn streicheln darfst. Wenn sie «Ja» sagen, dann sprich den Hund freundlich an.
Warte, bis er zu dir kommt.
Dann darfst du ihn streicheln.

Wieso?

Die Leute kennen ihren Hund gut und sie wissen, ob er sich gerne von Fremden streicheln lässt. Wenn du den Hund rufst, kann er entscheiden, ob er zu dir kommen mag oder nicht. Wenn die Leute «Nein» sagen oder der Hund nicht zu dir kommt, dann geh weiter. Vielleicht hat er Schmerzen und ist deshalb schlecht gelaunt. Oder er mag einfach nicht angefasst werden. Dann darfst du ihn nicht streicheln.

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04

Du begegnest einem angebundenen Hund:
Halte Abstand.
Schau ihm nicht in die Augen.
Geh ruhig an ihm vorbei.
Geh niemals auf ihn zu.
Fass ihn niemals an.

Wieso?

Ein Hund, der auf seine Leute wartet, ist vielleicht ängstlich. In dieser Situation will er nicht gestreichelt werden. Weil er angebunden ist, kann er nicht ausweichen, wenn ihm jemand zu nahe kommt. Es ist auch möglich, dass er nicht gerne angefasst wird. Deshalb versucht er dir vielleicht zu zeigen, dass du nicht näher kommen sollst. Dann knurrt er, bellt oder zeigt seine Zähne. Beachtest du diese Signale nicht, kann es sein, dass er sich mit Beissen verteidigt.

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05

Ein Hund steht hinter einem Zaun:

Halte Abstand.
Geh ruhig an ihm vorbei.
Geh niemals auf ihn zu.
Fass ihn niemals an.
Schau ihm nicht in die Augen.

Wieso?

Der Hund hinter dem Zaun verteidigt sein Territorium, sein Zuhause. Fremde Leute betrachtet er als unerwünschte Eindringlinge. Auch wenn du den Hund kennst und ihn sogar schon gestreichelt hast, musst du ihn in Ruhe lassen. Vielleicht versucht er dir zu zeigen, dass du nicht näher kommen sollst. Dann knurrt er, bellt oder zeigt seine Zähne. Beachtest du diese Signale nicht und gehst zu nahe an den Zaun, kann es sein, dass er sein Territorium mit Beissen verteidigt.

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06

Du willst an einem Hund vorbeigehen:

Halte Abstand.
Schau ihm nicht in die Augen.
Geh ruhig vorbei.
Auf der Seite der Leute.

Wieso?

Wenn du schnell auf einen Hund zu gehst, kann er Angst bekommen. Denn Hunde reagieren auf schnelle Bewegungen. Das gilt auch, wenn du an ihm vorbeirennst oder vorbeifährst. Wenn du mit dem Skateboard, dem Velo oder mit Rollerblades vorbeifahren willst, können die Geräusche den Hund zusätzlich erschrecken. Halte deshalb an und steig nach Möglichkeit ab. Wenn es eng ist, dann bleib ruhig stehen und lass dem Hund den Vortritt.

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07

Ein Hund ist beim Fressen:

Bleib weg von ihm.
Stör ihn nicht. 

Wieso?

Futter ist für den Hund sehr wichtig. Wenn du zu nahe an sein Futter gehst, denkt der Hund, du möchtest es ihm wegnehmen. Das gefällt ihm gar nicht und er verteidigt es. Möglicherweise beginnt er zu knurren. Damit sagt er: «Geh weg. Das Futter gehört mir, ich will es nicht teilen.»

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08

Ein Hund liegt auf seinem Platz:

Bleib weg von ihm.
Stör ihn nicht. 

Wieso?

Für den Hund ist sein Liegeplatz der Ort, an den er sich gerne zurückzieht, um zu schlafen oder sich auszuruhen. Sein Lieblingsplatz gehört allein ihm und er will ihn nicht teilen. Wenn der Hund auf seinem Platz liegt oder schläft, dann lass ihn in Frieden und warte, bis er aufsteht und den Platz verlässt.

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09

Ein Hund hat dich umgeworfen oder du spielst am Boden:

Roll dich zusammen.
Schütze deinen Kopf mit den Händen.
Beweg dich nicht.
Sei ganz still.
Warte, bis der Hund weg ist.

Wieso?

Ein Hund reagiert auf schnelle Bewegungen. Wenn du hinfällst oder auf dem Boden sitzt oder liegst, findet er das interessant. Wenn du zusammengerollt und still bist und dich nicht mehr bewegst, verliert der Hund das Interesse und trottet davon.

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